Birken Integrative Traumatherapie

„Wenn ein junger Baum verletzt wird, wächst er um die Verletzung herum weiter.
Im weiteren Verlauf seiner Entwicklung wird die Wunde im Verhältnis zu seiner Größe immer kleiner.
Knorrige Auswüchse und unförmige Äste deuten auf Verletzungen und Hindernisse hin, denen ein Baum im Laufe der Zeit ausgesetzt war und die er überwunden hat.
Die Art, wie ein Baum um seine Vergangenheit herumwächst, trägt zu seinem Charakter und zu seiner Schönheit bei.“

(Zitat v. Peter Levine, 1998)

Integrative Traumatherapie

Die integrative Traumatherapie beinhaltet sowohl die Aufarbeitung traumatischer Erfahrungen an sich, als auch die Reaktivierung von Resilienz und positiver Lebenserwartung. Sie kann je nach Art des Traumas eine längere Vorbereitungszeit und eine Phase der Nachbereitung beinhalten.

Traumatherapie meint im Grunde die therapeutische Behandlung von den Symptomen, die nach dem Erleben eines traumatischen Ereignisses bestehen bleiben, obwohl der bedrohliche Vorfall mehr als einen Monat oder länger zurück liegt. Diese Symptome werden deshalb „posttraumatische Belastungsstörung“, (die Vorsilbe „post“ kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet „nach“, „hinter“) genannt. Ergänzende Informationen dazu finden Sie weiter unten auf der Seite.

Ziel einer Traumatherapie

ist es, Sie zu ermächtigen, die Vergangenheit ruhen zu lassen und Ihr Leben nach Ihren positiven Wünschen zu gestalten.  Es mag sein, dass Sie sich nach einer erfolgreichen Traumatherapie sogar mehr als vor der Therapie an die belastenden Ereignisse erinnern können. Vielleicht wird auch noch eine gewisse Trauer auftauchen, wenn Sie an die Vorfälle denken. Im Unterschied zur unbewältigten Erfahrung werden Sie vermutlich erkennen, dass Sie jetzt frei in der Entscheidung sind, in welchem Maß, und zu welcher Zeit Sie sich bewusst mit der Vergangenheit beschäftigen mögen.  Auch ernste Erfahrungen gehören zum Zyklus des Lebens dazu, denn sie prägen den Menschen und lassen ihn auch reifen. 

EMDR-Traumatherapie

In der Phase der Traumatherapie, in der das traumatische Ereignis an sich bearbeitet wird, arbeite ich hauptsächlich mit EMDR. (weitere Informationen zu dieser Methode finden Sie hier … )
Diese Methode ist wissenschaftlich anerkannt und in ihrer Wirkung vielfach bestätigt. In diesem Teil der Traumatherapie werden Erinnerungsfragmente des traumatischen Ereignisses in einem geschützten Rahmen erinnert und neu verarbeitet. Im Jetzt sollen sie keinen unkontrollierten Einfluss mehr auf das Wohlbefinden ausüben können. Diese Arbeit am Trauma-Erlebnis erfordert eine gewisse psychische Stabilität, die, falls notwendig, in der Vorbereitungsphase aufgebaut wird. In der Vor- und Nachbereitungsphase setze ich neben EMDR auch andere Methoden ein.

Dauer einer Traumatherapie

Das Behandlungskonzept richtet sich nach der Art und vor allen Dingen nach der Häufigkeit Ihrer traumatischen Erfahrung. Es gibt verschiedene Arten der Traumatisierung. Allgemein lässt sich folgendes sagen: Ein „Trauma“ ist die Reaktion auf  ein oder mehrere höchst dramatische, zumeist lebensbedrohliche Ereignisse. Ein solches Ereignis löst bei den Opfern, mitunter auch bei Augenzeugen, unter anderem eine tiefe Irritation, einen Schock, extreme Angst und Gefühle der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins aus.
Die natürlichen Verarbeitungsmöglichkeiten des Opfers sind dabei überfordert oder erheblich gestört. Dennoch ist unser Gehirn in der Lage, auch extremste, überaus bedrohliche, Erfahrungen zu verarbeiten. Deshalb ist es auch möglich, dass die seelische Wunde eines Traumas ohne Traumatherapie heilt. Wenn nach ca. einem Monat noch psychische Belastungen vorhanden sind, die mit dem Ereignis in Verbindung stehen, spricht man von einer „posttraumatischen Belastungsstörung“.

Die Dauer einer Traumatherapie ist immer abhängig von der Art der Traumatisierung und der Persönlichkeit des Betroffenen. Eine allgemeine Aussage ist diesbezüglich also gar nicht möglich.
Gerne spreche ich mit Ihnen über Ihre persönliche Situation und mögliche therapeutische Maßnahmen in einem Informationsgespräch. Sie können telefonisch oder per Email einen Termin vereinbaren.

Merkmale der posttraumatischen Belastungsstörung sind zum Beispiel folgende Symptome, wenn sie direkt mit dem Trauma-Ereignis in Verbindung gebracht werden können und vorher nicht bestanden:

  • Erinnerungen an das Trauma tauchen plötzlich auf und lösen heftige Gefühle aus. (Nachhallerinnerungen, Flashbacks , die innerlich nicht nur visuell, sondern auch als Geruchs-, Geschmacks-, Hör-, oder Empfindungserlebnisse wahrgenommen werden können.)
  • Kreiselnde Gedanken.
  • Häufig bestehen Erinnerungslücken; das Ereignis kann nur bruchstückhaft erinnert werden.
  • Alpträume und Schlafstörungen.
  • Einige Betroffene beschreiben ein andauerndes Gefühl von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit.
  • Oftmals besteht Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, was zu Teilnahmslosigkeit  und sozialen Rückzug führt.
  • Verlust der Lebensfreude und Zuversicht.
  • Die meisten Betroffenen vermeiden Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten.
  • Fast immer tritt ein Zustand von vegetativer Übererregtheit auf, die sich in einem Gefühl von übermäßiger Wachheit, Anspannung, Nervösität, Reizbarkeit und einer übermäßigen Schreckhaftigkeit zeigt.
  • Konzentrationsstörungen, Dauerstress, Unvermögen, sich wirklich zu entspannen.
  • Häufig treten Angst, Panikattacken und Phasen der Depression auf.
  • Viele Betroffene äußern das Gefühl, sich mit sich selbst nicht mehr auszukennen.
  • Verändertes Körpergefühl, erhöhte Krankheitsanfälligkeit